Die Idee zu diesem Pilgerweg

5 Jun

Von Gabriele

2009 vor dem Gebäude mit Luthers Schreibstube auf der Wartburg

Die Idee zu diesem Pilgerweg entstand im August 2009, als ich diese Strecke das erste Mal pilgerte. Eigentlich wollte ich in diesem Jahr nach Rom pilgern, hatte mir zum Jahresanfang ganz viele Bilder zu einem Visionsboard zusammengestellt. Leider hat es mit Rom in dem Jahr aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert, aber ich wollte auf jeden Fall mindestens eine Woche pilgern. So nahm ich mir einige der schönsten Bilder der Strecke heraus: Die Wartburg und die Rhön. Das war auch nicht so weit weg. Ich hatte anlässlich eines meiner Pilgervorträge einen Führer vom Ökumenischen Pilgerweg geschenkt bekommen und im Internet hatte ich eine Beschreibung des Rhön-Jakobsweges ab Fulda gefunden. Die Strecke zwischen Vacha und Fulda sollte markiert sein, das müsste ja zu finden sein. In der Woche vor Maria Himmelfahrt brach ich auf, um dann zu an diesem besonderen Tag wieder in Fulda zu sein und von dort aus abzureisen. Ich hatte eine wirklich wundervolle Woche. Parallel betete ich auf diesem Weg auf Bitte unseres Kaplans für eine Versammlung der christlichen Gemeinschaft Chemin Neuf, die sich für die Einheit unter den Christen einsetzt.

Als ich kurz vor Vacha im Freien übernachtete, kam mir die Idee zu dieser gemeinsamen Pilgerreise für die Einheit der Christen unter der Betrachtung der deutschen Wiedervereinigung, und ich schrieb dort meine Ideen den ganzen Abend auf. Mit Eisenach und der Wartburg boten sich uns geschichtsträchtige evangelische Orte für einen eindrucksvollen Anfang. In Vacha und in Point Alpha hätten wir Berührung mit der Geschichte der deutsch/deutschen Wiedervereinigung. Das Kloster Hünfeld, der Dom in Fulda und das Kloster Kreuzberg waren mir als ebenso geschichtsträchtige katholische Erfahrungsorte in Erinnerung.

Ein paar Eindrücke und Erlebnisse dieser Pilgerreise habe ich hier geschildert:

Eindrücke auf dem Weg von Vacha nach Hünfeld

Aufgrund meiner 6-wöchigen Pilgerreise im Heiligen Jahr 2010 nach Santiago de Compostela war dieser Weg erst in 2011 mit voller Aufmerksamkeit zu realisieren, obwohl natürlich das 20-jährige Jubiläum der Deutschen Wiedervereinigung ein schönes Datum gewesen wäre.

Da ich  durch meinen Kirchenaustritt mit 23 Jahren die Auswirkungen einer Kirchen-Trennung allein auf mein eigenen Lebens intensiv erfahren konnte, kann ich mir die Auswirkungen der großen Kirchen-Spaltungen vorstellen als einen gewaltigen Bruch für Milliarden sowohl auf die Christenheit wie auch die Menschheit über die Zeit. Selbst habe ich in dieser Beziehung Schuld auf mich geladen, dies hier mag ein Teil meiner Buße geworden sein.

Von Renate

Heute bin ich 61 Jahre am Leben,und fühle, nun bin ich auf meinem Lebensweg angekommen. Als ich Anfang 20 war, bemerkte ich bereits,dass mehr in meiner Brust schlägt, nicht mein Herz, sondern so viel mehr. Liebe, Freude, Mitgefühl und Empfindungen und Fragen,die ich mit Worten nicht benennen konnte und heute immer noch nicht kann. Damit lebt man dann mehr recht als schlecht,immer irgendwie auf der Suche, ein bisschen wie in zwei Welten. Es fehlten mir die richtigen Lehrer und der Austausch mit anderen Menschen. Also steht man dann alleine da, „damit“ ja womit,das ist hier die Frage. Endlich fand ich Gabriele, die meinen erweckten Wunsch „Pilgern zu gehen“ verstand und ein Forum „Pilgerherberge im Alltag“ in Berlin gründete. Toll dachte ich,endlich habe ich etwas gefunden,mein Herz öffnete sich. Ich fand dort Menschen,die mir vollkommen fremd waren,aber trotzdem sehr nahe. Es waren erst einmal nur Gesichter aber schon bald Persönlichkeiten. Ich war begeistert und sofort motiviert,als ich von dieser Pilgerreise erfuhr. Nur eine ganz böse Krankheit hätte mich von meinem Vorhaben,daran teilzunehmen, abhalten können. Wieder stellte ich mir die Frage, warum pilgern, was treibt mich? Ich ging voller Vorfreude und Neugierde in dieses Abenteuer.

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